Fragen über die Zeit findet man seit Menschen Gedenken. Zeit sei etwas, was wir nicht beeinflussen können. Die Uhr tickt, ob wir es wollen oder nicht.
Fragen über die Kraft im Menschen und deren Gesundheit findet auch seit Menschen Gedenken statt. Es ist offenbar, dass wir diese jedoch beeinflussen können, während die „Kollegin Zeit“ sich unbeeindruckt zeigt!
In Bezug auf eine Krankheit, die wir loswerden wollen, verlassen wir uns gern auf jemanden anders. Zuerst muss der Arzt herhalten, dann die sozialen Umstände und am Ende „erkennen“ wir den Schuldigen in der Politik. Die Gesellschaft ist Schuld. Sie schafft Arbeit und Umstände, die uns gesund halten, oder eben krank machen.
Nun, wer ist eigentlich „die Gesellschaft“? Wer ist „die Politik“? Lebt sie oder ist sie statisch wie ein Wohnblock? Nein, ich habe gehört: die ZEIT verändert die Politik. Oh wie toll! Dann bräuchte ich nur noch die ZEIT fragen, ob sie nicht so nett wäre, Gesellschaft und Politik „gesund“ zu gestalten. Kann mir jemand mal die Telefon-Nummer von „Frau Zeit“ geben?
Die Suche ist vergeblich, niemand kennt sie. Zeit ist da und doch nicht da. Und dennoch verändert sie uns täglich. Entweder füllt sie etwas auf, oder sie nimmt uns etwas weg. Die Zeit ist ein Geheimnis.
Ich habe herausgefunden, dass dieses „Geheimis“ mit unseren Entschlüssen durchsichtiger wird. Das unsichtbare Etwas, „Zeit“ genannt, bekommt ein Gewand, wenn der Mensch versucht, sie in sich selbst zu suchen. Damit erlangt er Macht über seine Zeit. An dieser Stelle sollte geklärt werden, ob es denn „meine Zeit“ und „Ihre Zeit“ gibt? Wenn ja, habe ich Verantwortung über „die Zeit“. Da nun die Zeit alles verändert, habe ich auch Verantwortung über diese Veränderungen. Somit komme ich nicht drum herum anzuerkennen, dass ich einerseits Mensch mit Gesundheit und Krankheit bin, aber andererseits auch Politik und Gesellschaft. Jeder Mensch muss auf seinem Weg entscheiden, wie und wo er gehen will. Diese Entscheidung nimmt ihm niemand ab. Diese Entscheidungen sind es auch, die „unsere Zeit“ bestimmen.
Erinnern Sie sich ruhig einmal, wie lang ein Jahr in der Kindheit erschien und wie kurz es im Erwachsenen Alter sein kann. Wissen Sie, woran es liegt?
Mit diesen Sätzen möchte ich Ihre Sensibilität für Ihr Leben und Ihre Zeit erhöhen. Vielleicht möchten Sie auch in meinem Vortrag „Zeit und Gesundheit“ hinein schauen.
Vortrag “Zeit und Gesundheit” – (pdf Dokument = 1,2MB)
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Dr. B. Steinig