TCM Blog - Dr. med. Bernd Steinig

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Depressionen und Körpergefühl

Sehr geehrte Leser,

unser Leben ist wie ein Weg durch Täler und über Berge. Der eine Mensch fürchtet sich vor der Höhe, der andere mag die Tiefe nicht. Doch gehen müssen wir ihn alle. Dabei entscheidet jeder Mensch, wie und wohin er geht.
Aus dem Leben des Menschen und seiner Arbeit ergeben sich Aufgaben, die am Ende einen Lohn für die aufgewendeten Bemühungen versprechen. Aber der erwartete Lohn ist selten der reale Lohn! Diese Differenz kommt dadurch zustande, dass der Betroffene nicht der einzige ist, der seine Entscheidung für diesen Weg getroffen hat und wir Menschen nicht die einzigen sind, die auf der Erde leben, demnach viele Faktoren auf diesen Weg einwirken.
Viele “lebendige Umstände” im weitesten Sinne verändern das Ausmaß unseres “Lohnes” auf all unsere Bemühungen manchmal so sehr, dass wir den Lohn nicht erkennen oder gar als Strafe empfinden. Wirkt diese “Strafe” zu lange auf den Menschen ein, dann können sich Emotionen herausstellen, die sich dem harmonischen Lebensfluss entgegenstellen, und dann zB. Wut und Gewalt oder Rückzug und Depressionen hervorrufen.

Ursache solcher psychischen Entwicklungen sind spannungsgeladene Situationen im Stoff- und Energiewechsel des Menschen, die auf Dauer nicht gelöst werden können. So kann zB. ein energiebereites Nervensystem so sehr vom sog. Yang überschüttet werden, was gleichbedeutend für Funktion und Kraft stehen könnte, dass eine Rückschwingung ins sog. Yin, was gleichbedeutend für Erholung und Ruhe stehen könnte, nicht mehr auf normalem Wege möglich ist. Das Tor für eine Überreizung des Nervensystems wird geöffnet. Auf diesem Weg entsteht eine zyklische Depression, die manisch-depressiv sich äußern kann.

Folgen solcher Imbalancen zwischen Yin und Yang sind “Hitze- oder Schleimzustände”. Das sind Krankheitsbezeichnungen aus der chinesischen Diagnostik, die den energetischen Zustand der Nervenzellen beschreiben können. Hitze bedeutet hier, dass die im Plasma aktivierten Stoffwechselprozesse etwas schneller ablaufen, als das Nachfließen von Wasser und Ernährungsstoffen über die Membranen bewerkstelligt werden kann.
Schleim dagegen bedeutet hier, dass zu viele zelluläre Stoffwechselzwischenprodukte im nun zähflüssigem Plasma sich aufhalten und den harmonischen Wechsel der Stoffe und Energien im Weiteren stören. Es werden Körper und Geist in der Funktionalität und Bewegungsfähigkeit eingeschränkt.

Aber auch andere Symptome können sich entwickeln, die der TCM-Therapeut bei der Untersuchung und Befragung herausfinden muss, z.B. Qi-Stagnationen mit körperlichem und seelischem Schmerz, Windsymptome mit Verspannungen und Bauchkrämpfen u.v.m.

Ziel der Therapie ist dann, diese energetischen Veränderungen, die nur als Nuance klinisch zu erkennen und von keinem Elektronenmikroskop derzeit ans Licht zu bringen sind, zu beeinflussen. Damit erhält Körper und Geist die Chance, anders zu empfinden. Mit der Entspannung in den Empfindungen gewinnt der Patient energetische Reserven zurück, die vorher bei steter Anspannung verbraucht wurden. Diese Reserven können vom Patienten zur Therapieunterstützung genutzt werden. Sie sind im Grunde das Denken, die Entschlüsse und deren Umsetzung, etwas für sich zu tun.

Also, liebe Leser, wird der Patient erkennen müssen, dass er durch sein Denken sich krank oder gesund machen kann. Die Krankheit ist nur ein Signal am Bahnübergang. Der Patient muss entscheiden, ob er stehen bleibt, oder weitergeht. Wir Ärzte sind seine Geh-Hilfen dabei, wie Ingenieure für Bauarbeiter.

Wagen Sie einen Schritt und vertrauen Sie ihrem Körper!

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Dr. B. Steinig

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